Mit Himmel und Erde verbunden

Urnen aus Holz

Eine Ausstellung mit Arbeiten von
Susanne Gundermann

Öffentliche Vernissage

am 19. Oktober um 19:00 Uhr
im Kolumbarium Hl. Herz Jesu

Der Eintritt ist frei


 

Zeugnisse der Totenverehrung

Urnen zeugen seit der Altsteinzeit davon, dass es den Menschen wichtig ist, die Verstorbenen für ihre Reise ins Jenseits vorzubereiten und gleichzeitig in irdischer Verbundenheit zu halten. Es überrascht daher wenig, dass Urnen von Anfang an der Totenverehrung dienen und liebevoll ausgesucht werden: Sie sollen dem Charakter des Verstorbenen entsprechen und verstehen sich als besondere Zuwendung.

Je nach Epoche änderten sich die verwendeten Materialien: Wurden in frühgeschichtlicher Zeit vorwiegend keramische Materialien genutzt, lagen in der Neuzeit Natursteine und Metalle im Trend. Mit dem aufkommenden Naturbewusstsein Ende des 20. Jahrhunderts wurden Holzurnen immer beliebter. 

Mehr als nur ein Aschegefäß

Die Ausstellung Urnen aus Holz zeigt eine Auswahl der Arbeiten von Susanne Gundermann. Bei der Gestaltung der Urnen orientiert sich die Künstlerin an den Menschen, für die sie angefertigt werden: Woher kommen sie, was haben sie erlebt, was hat ihnen Freude bereitet? Nicht selten wird das Holz dafür gemeinsam ausgesucht, Formen und Oberflächen zusammen entwickelt und die Urne Hand in Hand gefertigt.

Die Installationen von Susanne Gundermann und dem polnischen Künstler Tomasz Fudala lassen die Besucher der Ausstellung miterleben, wieviel Individualität und Sinnlichkeit Urnen aus verschiedenen Holzarten durch unterschiedliche Haptik, Gerüche, Temperaturen, Strukturen und Farben ausstrahlen.

Susanne Gundermann

Nach dem Studium der Architektur entdeckt Susanne Gundermann ihre Liebe zum Werkstoff Holz und professionalisiert mit der Ausbildung zur Tischlerin ihre Fertigkeiten in der Verarbeitung und Veredelung von Hölzern. Ihr besonderes Interesse gilt dabei geometrischen Formen. Seit 1992 arbeitet Susanne Gundermann als Werkstattleiterin an der Universität Hannover in den Bereichen Werken, Kunst und Gestaltung.

Die Idee, Urnen aus Holz zu entwerfen, entwickelte sie mit dem Tod ihres Vaters, dem Grafiker und Maler Fritz Gundermann (1922-2012), für den sie eine Alternative zur Metallurne suchte. Durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit im Hospizdienst kennt Frau Gundermann die Aspekte von Tod und Trauer aus der Praxis.


Die Ausstellung kann vom

19. Oktober 2017 bis 01. Dezember 2017

zu den Öffnungszeiten des Kolumbariums

besucht werden.


Impressionen von der Vernissage


Ausstellungsfaltblatt und Plakate in A4 und A3 zum Downloaden

Faltblatt
Plakat in A4
Plakat in A3

Fotos: Weigand